Steeven Bretz | Landtagsabgeordneter für Potsdam
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Aktuelle Presseberichte
21.02.2018, 14:54 Uhr
Aktuelle Kleine Anfrage an die Landesregierung
Baumaßnahmen im Bereich der Nutheschnellstraße in Potsdam

Sehr geehrte Damen und Herren, an dieser Stelle finden Sie immer die aktuellste Kleine Anfrage von mir an die Landesregierung, inklusive der Pressemitteilung dazu.

In dieser Anfrage geht es um die geplanten Sanierungsarbeiten an der Nutheschnellstraße in Potsdam.

Die komplette Anfrage mit den Antworten der Landesregierung finden Sie am Ende dieser Seite. Interessant sind dabei vor allem die Antworten zu den Fragen 2,3,4,5,7 und 9:

Zu Frage 2:
(…) Das planmäßige Bauende ist im Oktober 2018.

Zu Frage 3:
(…) Zusammen mit dem ab 2020 anstehenden Neubau der Hochstraßenbrücke wird auch die Brücke über den Neuendorfer Anger erneuert. Würden diese Baumaßnahmen zusammen mit der Dammsanierung durchgeführt, entstünde zudem eine sehr lange Baustrecke mit erhöhtem Stau- und Havarierisiko.

Zu Frage 4:
Planungskosten: 229.000 Euro, Baukosten: 2,5 Mio. Euro. Kostenträger ist das Land Brandenburg.

Zu Frage 5:
Der stadtauswärtige Verkehr wird über eine Behelfsfahrbahn geführt. Der stadteinwärtige Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geleitet. (…) Somit ist in beide Richtungen ein zweistreifiger Verkehr gewährleistet. 

Zu Frage 7:
Vollsperrungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Kurzzeitige Einschränkungen sind möglich, wenn z.B. die Verkehrsführung für den Baubeginn eingerichtet wird.

Zu Frage 9:
Die Verkehrsbelastung lag 2010 bei 57.000 KfZ pro Tag. Konkrete Aussagen zur Verkehrsentwicklung sind nicht möglich. Die Zähldaten aus 2015 können nicht herangezogen werden, dass zu diesem Zeitpunkt Bautätigkeiten auf dem zum Stadtgebiet gehörenden Streckenabschnitt (Instandsetzung Humboldtbrücke) stattfanden.


Hierzu von mir folgendes Statement:

„Die Antworten der Landesregierung können die Autofahrer beruhigen – aber nur auf den ersten Blick. Ein reibungsloser Verkehrsfluss sei trotz der gerade begonnenen Dammsanierung an der Nutheschnellstraße gewährleistet. Die Landesregierung unterstreicht, dass es höchste Zeit für die 2,73 Mio. Euro teure Baumaßnahme sei, denn es bestehe das Risiko, dass bei einer Aufschiebung der Arbeiten „durch dann größere Schäden am Straßendamm nicht vorhersehbare Verkehrseinschränkungen drohen.“

Sie erklärt zudem, dass die bis zum Oktober 2018 andauernden Baumaßnahmen auch deshalb nicht mit den ab 2020 anstehenden Brückenneubauten zusammen durchgeführt werden könne, weil „eine sehr lange Baustrecke mit erhöhtem Stau- und Havarierisiko“ entstünde. Kurzzeitige Vollsperrungen kann die Landesregierung allerdings trotzdem nicht ausschließen.

Wie wir heute aus der Presse erfahren haben, besteht spätestens ab dem Jahr 2022 dieses Stau- und Havarierisiko auf Grund der vorgenannten Brückenneubauten über der Nutheschnellstraße und dem vorgezogenen Ersatz der Langen Brücke sowieso. Potsdamer Autofahrer und Pendler werden in den kommenden acht bis neun Jahre noch mehr zu ertragen haben als bereits jetzt schon.

Bedauerlich und auch irritierend ist, dass die Landesregierung keine konkrete Aussage zur aktuellen Verkehrsentwicklung auf der Nutheschnellstraße treffen kann. Es liegt ihr angeblich nur eine veraltete Zahl aus dem Jahr 2010 vor, nämlich 57.000 Kfz/ Tag. Auszugehen ist mit Sicherheit von einer inzwischen deutlich höheren Verkehrsbelastung, die in jegliche Planungen einbezogen werden müsste.

Zudem: Wer sich - wie der Oberbürgermeister - für ein kostenloses Bürgerticket ausspricht, sollte zumindest in dieser Sache einen Anfang machen und einen attraktiveren und günstigeren ÖPNV anbieten. Es wäre genau der richtige Zeitpunkt dafür.“

 

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