Zeitzeugen gesucht: Schlösserstiftung will DDR-Geschichte von Park und Schloss Babelsberg aufarbeiten

PNN (Quelle: pnn.de)

02.02.2021, 10:57 Uhr

Die Schlösserstiftung sucht nach Zeitzeugen, die vom Alltag in und um das Schloss Babelsberg zur DDR-Zeit berichten können. Die Erkenntnisse sollen auch in die neue Dauerausstellung einfließen.

Die Inschriften sind zum Teil schwer zu deuten, wie typischerweise in die Rinde geschnitzte Liebeserklärungen sehen sie jedenfalls nicht aus. Immer wieder ist in den Stämmen der Buchen oberhalb des Maschinenhauses im Park Babelsberg die Buchstabenkombination EK zu finden, verbunden mit Zahlen wie 74 oder 85. Die Vermutung, dass es sich um Hinterlassenschaften der Grenzsoldaten handelt, die dort Jahrzehnte lang patroullierten, liegt nahe. Die Stiftung Preußische Schlösser will diesen Teil der Geschichte von Schloss und Park Babelsberg nun genauer beleuchten und sucht dafür nach Zeitzeugen.

60. Jahrestag des Mauerbaus: Im Sommer gibt es eine Veranstaltungsreihe, auch Video-Interviews und eine App sind geplant

"Wir wollen in die jüngere Geschichte zurückgehen. Die Geschichte hört ja mit dem Ende der Monarchie 1918 nicht auf, sondern ging weiter, gerade was Babelsberg betrifft", sagt Jörg Kirschstein, der Kastellan der Schlossanlage, den PNN. Aus Anlass des bevorstehenden 60. Jahrestages des Mauerbaus sei im Sommer - so Corona es zulässt - zunächst eine Veranstaltungsreihe auf beiden Seiten der Glienicker Brücke geplant - im Schloss Babelsberg und im Schloss Glienicke. Außerdem soll es Führungen durch das frühere Grenzgebiet im Weltkulturerbe geben.

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